Nuggi für das quengelnde Kind

Am 06. September diesen Jahres habe ich bereits einen Artikel geschrieben mit dem prophetischen Titel „Und die Quote kommt doch!“ (siehe Archiv). Seither ist schon wieder viel passiert. Der Bundesrat hat entschieden, dass die staatsnahen Betriebe eine Quote von 30% in der Teppichetage erfüllen müssen.

http://www.srf.ch/news/schweiz/bundesrat-fuehrt-frauenquote-ein

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Bildquelle: Lachmeister.de

Diverse Artikel über diesen „fortschrittlichen Entscheid“ wurden von den feministischen Mainstream-Medien geschrieben, um diesen fatalen Entscheid mit Signalwirkung noch zu unterstreichen. Viele Leserspalten-KommentatorInnen sind dazu zwar nach wie vor negativ eingestellt, aber es gibt auch diejenigen, die durchaus Verständnis dafür haben. Es ist Vielen noch nicht bewusst, was das heisst: Nämlich keine gute Tat, die Frauen endlich die Möglichkeit gibt, die ominöse „gläserne Decke“ zu durchbrechen, sondern schlicht und einfach gegen mindestens gleich qualifizierte Männer ohne Gegenleistung bevorzugt zu werden. Diese Tatsache an sich ist schon sehr fragwürdig, aber es bleiben somit auch Männer wie Sie und ich auf der Strecke, obwohl die Qualifikation mindestens ebenbürtig ist. Wie bei der Wehrpflicht entscheidet ein Geschlechtsmerkmal über Erfolg oder Misserfolg. Zudem beschränkt sich die Quote nur auf den Plüschbereich der Firmen und nicht etwa auch dort, wo man sich die Hände sehr schmutzig machen muss, nämlich an der Basis wo je nach Bereich Männerquoten von 90% und mehr vorliegen.

Nun lesen wir heute im feministischen Leitmedium „Tagesanzeiger“, dass es nun generell staatlichen Zwang brauche, damit die „Diskriminierung beim Lohn“ endlich ein Ende habe. Dazu gebraucht Frau die eindringliche Argumentation. die wie folgt aussieht: „Staatlicher Zwang wird auch in anderen Bereichen als selbstverständlich akzeptiert: Im Strassenverkehr etwa wird die Tempolimite kontrolliert. Wenn es auf anderem Weg nicht funktioniert, brauchen wir Kontrollen halt auch bei den Löhnen.“ Na das haut doch die gesündeste Eiche aus dem Boden! Die Analogie besagt also, dass es ein genau gleiches Faktum ist, dass „Frauen“ weniger verdienen als „Männer“, wie wenn ich in einer Radarmessung mit 54 anstatt der erlaubten 50 hängenbleibe. Diese Argumentation zeigt dem gesunden Menschenverstand, wie weit weg wir von einer Sachlichkeit bei diesem Thema angelangt sind und wie missbräuchlich die Vorgehensweise der FeministInnen bereits ist. Selbstverständlich wird das auch völlig unwidersprochen durch die „Tagesanzeiger“ Interviewerin durchgelassen. Gesinnungsschwestern unter sich, quasi.

Fazit: Wir haben eine neue Eskalationsstufe erreicht und weiterhin gibt es, mit Ausnahme der meisten Wortmeldungen in den Leserkommentarspalten, keinen nennenswerten Widerstand, gegen diese unlautere Kampagne mit dem Ziel der einseitigen Frauenförderung. Doch einen Punkt haben die FeministInnen vergessen: Selbst wenn es so wäre, dass Frauen diskriminiert würden, dann würden nicht die Frauenlöhne angehoben, sondern die Männerlöhne gesenkt. Alles andere ist ökonomisch unsinnig und widerspräche dem freien Markt. Die FeministInnen sind also erst zufrieden, wenn es allen gleich schlecht geht. Was für ein offenherziges Bekenntnis dieser destruktiven und zerstörerischen Ideologie. Parteien wie CVP, FDP, SVP, GLP und BDP wären sehr gut beraten, wenn sie endlich klar gegen diese Desinformationskampagne antreten würden. Gegebenenfalls mit einer eigenen unabhängigen Studie. Bevor noch mehr Zerstörung aus völlig überdrehter und unbegründeter Opferhaltung heraus, angerichtet wird.

 

Es grüsst

Karl Müller