Männertag – En Vogue?

Liebe Freunde

Heute, 19. November, ist internationaler Männertag. Ein Tag, der zufällig (?) mit dem „Welttoilettentag“ zusammenfällt. Beide sollen heute an unterschiedliche Problematiken erinnern. Beim „Welttoilettentag“ zum Beispiel, soll auf Hygiene-Missstände aufmerksam gemacht werden. Nun kann man das unterschiedlich interpretieren: Den Männern geht es aktuell wie den Toiletten: Sie werden mit allerlei „Sche….“ beworfen und angepinkelt weil sie sind, wer sie sind. Wenn man dem internationalen Männertag die gleiche Bedeutung beimisst, wie dem Weltfrauentag, dann würden heute in den meisten Leitmedien des Landes Artikel erscheinen, die auf die Missstände der Männer in der Schweiz hinweisen. Doch Fehlanzeige. Bis jetzt habe ich online keinen einzigen Artikel gefunden, der die Missstände, und davon gibt es viel zu viele (siehe Beitrag „Gleichberechtigung – Nur in eine Richtung“), aufzeigen und zu Lösungsdiskussionen anregen würde. Ganz anders der Welttoilettentag. Neben diversen Online-Artikeln findet sich sogar ein Flashmob, der auf die Anliegen hinweisen soll.

Zeitung

Diese Tatsache kann nun auch wieder unterschiedlich interpretiert werden. Es drängt sich aber klar und deutlich folgende Interpretation auf: Die Anliegen der Männer wollen (sollen!) weiterhin nicht wahrgenommen werden. Die Gleichberechtigung funktioniert weiterhin nur in die eine Richtung. Das, liebe Freunde, ist Misandrie pur und degradiert die Männer zu Menschen zweiter Klasse. Der Feminismus hat auch hier ganze Arbeit geleistet. Doch mit dieser Erkenntnis darf und kann nicht Schluss sein, denn damit alleine ändert sich gar nichts. So nach dem Motto: Gut haben wir darüber gesprochen. Männer und Frauen, die für wirkliche Gleichberechtigung einstehen, müssen sich nun schnellstens geschlossen organisieren und mit den mehr als berechtigten Anliegen ins Zentrum der Aufmerksamkeit drängen. Dann müssen die feministisch geführten Zeitungen darüber berichten und erst dann wird eine Diskussion ausgelöst. Und liebe Männer, glaubt nicht, dass Ihr von der seit Jahren geführten Kampagne nicht direkt betroffen seid. Wo andere aufgrund des Geschlechts bevorzugt werden, werden Männer benachteiligt. Ganz konkret. Absagen bei Bewerbungen? Klar wird das nicht mit dem Geschlecht begründet, man hat sich dann einfach für „einen anderen Kandidaten“ entschieden. Inserate, die ausschliesslich nach Leiterinnen fragen? Klar, von vornherein jegliche Bewerbung chancenlos. Dies liesse sich noch beliebig weiterführen, die Konsequenz bleibt aber dieselbe: Heute werden Männer in grossem Stil diskriminiert, auch direkt durch den Staat, und das Männliche an sich wurde und wird weiterhin als negativ und verbesserungsbedürftig konditioniert. Glaubt bitte nicht, dass dies ohne Folgen bliebe. Es braucht den Aufstand der Männer, zusammen mit den Frauen, die das Gefühl für Gerechtigkeit in sich tragen. Oder wir diskutieren am 19. November auch in 10 Jahren noch ausschliesslich über den Welttoilettentag.

Es grüsst

Karl Müller