Wenn FeministInnen an der Macht sind

Das Prostitutionsgesetz in Frankreich wird wohl Realität. Das französische Parlament beschliesst die neuste Männerverfolgung. Es ist wohl einzigartig, dass in einem Gesetz alleine der Konsum bestraft wird, nicht aber das Anbieten dieser Dienstleistung. Was wird beschlossen?

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– Der Kauf von sexuellen Dienstleistungen beim ersten Mal: Strafe für den Freier EUR 1500.00. Die Prostituierte bleibt ohne Strafe

– Im Wiederholungsfall kostet dies jedoch bereits EUR 3750.00. Für den Freier. Ergänzend können „Sensibilisierungskurse für Männer“ verordnet werden…

– Bisher war es den Prostituierten verboten, „Kundenfang“ zu betreiben. Dies wurde mit 2 Monaten Gefängnis bestraft. Inkonsequenterweise wird diese Bestimmung im gleichen Atemzug abgeschafft.

– Für die Prostituierten werden EUR 20 Millionen pro Jahr gesprochen, die diese beim Ausstieg aus der Prostitution unterstützen sollen.

Ich wiederhole: Freier werden ab sofort mit exorbitant hohen Strafen verfolgt. Frauen, die diese Dienstleistungen anbieten, werden ab sofort nicht mehr bestraft, wenn sie auf Kundenfang gehen. Sie haben nichts zu riskieren, einmal mehr wird für alles „Böse“ der Mann verantwortlich gemacht. Misandrie pur, durch FeministInnen so gewollt.

Man kann für oder gegen Prostitution sein. Was aber Frankreich einführt, ist nicht gegen die Prostitution gerichtet, noch zum Schutz der Frauen, sondern einzig und allein Verfolgung der Männer. Würde man wirklich die Prostitution eliminieren wollen (sofern möglich…), dann müsste das Angebot mit mindestens derselben Härte verfolgt werden wie der Konsum. Genau das geschieht nicht, im Gegenteil werden die Anbieterinnen von jeglicher Strafbarkeit befreit. Das ganze Risiko durch Strafverfolgung liegt also bei den Männern. Ganz wie es eine Feministin wünscht. Dann kann man/frau wieder Statistiken über die bösen Männer herstellen und damit mehr Geld zum Schutz der Frau einfordern. Da wird mir schlecht.

Es grüsst

Karl Müller