Vorwärts Kameraden wir ziehen uns zurück!

In etwa so erlebe ich die Orchestrierung der Männeraktivitäten in Westeuropa und teils auch Amerika. Ein heilloses Durcheinander von teils sich noch widersprechenden Menschen, die eigentlich alle für Männerrechte=Menschenrechte kämpfen wollen, sich aber dennoch kaum auf einen Konsens berufen können. Zu wild, zu unterschiedlich und oft ohne den Sukkurs der Frauen. Wer kennt schon nicht die Episode aus Monty Python „Silly Olympics“:

Unbenannt

http://www.youtube.com/watch?v=BzrI15uw92k

Jeder ist wirklich motiviert, engagiert aber wirklich Zählbares kommt kaum raus dabei. Ich wage einmal Vorschläge zu machen, wie wir effizienter und einheitlicher wahrgenommen werden:

1. Die Männer, die für ihre Rechte als Menschen kämpfen, müssen nicht gleich noch politisch Gleichgesinnte sein. Die Konzentration auf die Fragen, die uns direkt betreffen, ist aber zentral und das sind die Punkte, die uns alle verbinden. Wir brauchen ein verbindliches und nachvollziehbares Bekenntnis zum Aufzeigen der Diskriminierungen an uns Männern. Dies muss möglichst plakativ daherkommen und die wichtigsten Punkte in eine fordernde Form bringen. Natürlich kann dies von Land zu Land abweichen, aber ohne klare Forderungen, die von 99% der engagierten Männer getragen werden, ist kaum Verbesserung möglich. Ich werde in Kürze ein Vorschlag für die Schweiz basierend auf einem früheren Beitrag in diesem Blog veröffentlichen.

2. Die Frauen. Wir Männer müssen klar wissen, was falsch läuft und was korrigiert werden muss. Dafür brauchen wir aber in jedem Falle die Unterstützung der Frauen. Zuerst in Gesprächen und Diskussionen, dann aber auch durch Frauen, die sich für die gute Sache der Gleichberechtigung der Männer einsetzen. Es muss sich lohnen, sich als Unterstützerin der Gleichberechtigung der Männer zu exponieren. Da können wir Männer mehr dafür tun, als wir vielleicht glauben. Ermuntern wir in unserem Umfeld die Frauen, sich öffentlich zu äussern. Stützen wir sie, wenn sie dies tun, zeigen wir Ihnen unseren Respekt demonstrativ. Denn es braucht für Frauen sehr viel Mut, sich gegen den feministischen Mainstream zu stellen und Gleichberechtigung für Männer zu fordern. Da sind sie schnell einmal Verräterinnen an „der Sache der Frau“. In den USA gibt es sie bereits, Frauen, die dazu stehen und sich öffentlich dazu äussern, dass Männer gleichberechtigt sein sollten und dass sie selber keinen Feminismus brauchen, da sie selbständig und stark genug sind und keine Feminismus-Krücke zum Lebenserfolg benötigen (siehe Heldinnen und Helden gegen Feminismus).

3. Die Organisationen müssen national stark arbeiten, es braucht aber im deutschsprachigen Raum ein Sprachrohr mit hoher Integritäts- und Glaubwürdigkeitskompetenz sowie einem Symbol, das hohen Wiedererkennungswert hat. Natürlich basierend auf dem in Punkt 1 erwähnten verbindlichen und nachvollziehbaren Bekenntnis, das den Konsens verschiedener Strömungen vereint. Das fehlt heute meines Erachtens noch.

Gelingt uns dieser Schulterschluss, dann kann eine Organisation entstehen, die auch von Spendengeldern lebt. Eine Organisation, die integer und ehrlich auftritt, dadurch Glaubwürdigkeit aufbaut und Gelder anvertraut bekommt, die dann wiederum in Werbe-/Infoaktionen zur Aufklärung der Bevölkerung fliessen. Denn glaubt bitte nicht, dass unsere Regierungen irgendwas tun, dass sich die Situation für uns Männer wirklich bessert. Und wenn, dann hat es weitere Bedingungen, die uns den gemachten Schritt gleich wieder streitig machen. Zu gross ist der Druck der Femi-Lobby, die nun wirklich alle Instanzen durchlaufen hat und an den Schaltstellen der Macht sitzen. Solange sind wir auf uns alleine gestellt, aber der Kampf gegen Ungerechtigkeit ist eine enorm starke Triebfeder. Diese Kraft wünsche ich weiterhin uns allen.

Es grüsst

Karl Müller