Der Mann trägt die Lasten

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Als Menschenrechtler schaut man momentan ziemlich verdutzt und konsterniert auf die aufkeimende Debatte zu Themen der Männerbenachteiligung. Trotzdem, dass wohl 2013 noch nie so viele Artikel und Kommentare einige Leiden der Männer aufgenommen haben, ändert sich wenig bis nichts für uns Männer. In der Schweiz wird im Sommer endlich das gemeinsame Sorgerecht eingeführt, ansonsten Funkstille. Noch immer werden Männer durch den Gesetzgeber in vielen Bereichen diskriminiert, ohne dass sich eine konkrete Änderung abzeichnen würde (siehe Blogbeitrag http://genderwahn.blog-net.ch/?p=97). Im Gegenteil sind 2013 auch wieder in der Schweiz Vorstösse lanciert worden, die eine Lohnpolizei von höchster Stelle fordern (BR Sommaruga) oder die offiziell angestossene Quotendiskussion sowie das neue Namensrecht, das ledigen Müttern die Alleinherrschaft über den Nachnamen des Kindes im Zweifelsfall überlässt. Man hat also den Männern einige Mitleidsartikel in den feministischen Mainstreammedien zugestanden, parallel dazu werden aber neue Ungerechtigkeiten zu Lasten der Männer geschaffen und bestehende, mit Ausnahme Sorgerecht, unbehelligt gelassen. Der Gesetzgeber schwadroniert von Gleichberechtigung und Gleichstellung, und meint weiterhin nur die Seite der Frau. Liebe Mitstreiter (Frauen sind ausdrücklich auch gemeint, aber was schreibe ich, Frauen die hier lesen haben genug Selbstvertrauen und wissen, dass Sie genau gleich gemeint sind ;-)), was muss geschehen, damit sich unsere Regierungen endlich den Anliegen von Männern ernsthaft annehmen? Müssen wir mit knallgelben Ballons auf die Bundesplätze unserer Länder und dort für unsere Rechte demonstrieren? Müssen wir Männerstreiks lancieren, damit die Gesellschaft am eigenen Leib spürt, dass nichts mehr geht, wenn die Männer ihre Lasten nicht mehr tragen? Ich persönlich glaube JA, der Druck muss von der Strasse her kommen und wir Männer müssen uns exponieren, uns und unsere Überzeugung klar und fair formulieren. Doch da ist etwas, das mir Sorge macht: Warum ist das angesichts der massiven Diskriminierung von uns Männer nicht schon lange geschehen? Affaire à suivre.

Es grüsst
Karl Müller