Binswanger vs Stöhlker

Liebe Frau Binswanger

Ich schreibe Ihnen aus aktuellem Anlass diese Replik in meinem Blog, da bei Ihrer Gender Police die andere Meinung, also meine, in der Vergangenheit stets geblockt/zensiert wurde. Da wir noch in einem freien Land leben, antworte ich Ihnen daher über dieses Blog.

Earth Movers

    Schwere und gefährliche Arbeit ist meist Männerarbeit;  Bildquelle dreamstime.com

Sie ärgern sich über den „Quatsch“, den der geschätzte Klaus J. Stöhlker im Weltwoche Interview geäussert haben soll. Er sagte, dass ein Beruf weniger wichtig wird, wenn mehr Frauen ihn ergreifen. Und dass dies ein eisernes Gesetz sei. Daraufhin lassen Sie sich zu einer aus meiner Sicht sehr emotionalen Aussage verleiten: Aber lassen Sie mich Ihnen was flüstern, Herr Stöhlker. Die Zeiten, da Prestige und Wichtigkeit nur von Männern definiert wurden, sind vorbei, und ich weiss nicht, ob sie je wiederkommen. Also könnte es durchaus sein, dass Ihr Begriff davon nur noch auf eine kleine Gruppe zutrifft. Liebe Frau Binswanger, das war nicht die Frage noch die Aussage. Ihre im Geschlechterkampf beheimatete Antwort sagt mehr über Sie, als über den Hrn. Stöhlker. Vielleicht lautet die Antwort nicht, dass Männer die Werte definieren, sondern dass Männer, weil von ihnen auch heute noch grossmehrheitlich erwartet wird, die Lasten der Ernährung zu tragen, die Branche suchen, wo die finanziellen Erfolgsmöglichkeiten am Grössten sind? Und so sich diese ins Negative verändert, die Branche verlassen? Dass Frauen grossmehrheitlich das wählen, was ihnen mehr Freude macht, auch wenn wenig Salär am Ende des Monats fliesst? Die These, die mich zu diesem Schluss kommen lässt besagt: Wäre Ihre Geschlechterkampfinterpretation von Hrn. Stöhlkers Aussage, Frau Binswanger, richtig, dann wären Kanalarbeiter, Güselmänner, Hochrisikojobs allesamt höchst angesehen, da fast nur Männer sich das antun (müssen). Kaum (Quoten-)Frauen in dem Beruf, schlechte Löhne und erst noch tiefer Status. Eigentlich ein typischer Frauenberuf? Eben nicht. Die Welt ist nicht ganz so einfach, wie sie von JournalistInnen oder auch PR-Beratern gedacht wird.

Den Vogel schiessen Sie aber mit dem letzten Abschnitt ab, oder soll ich fragen, sind da die Pferde mit Ihnen durchgegangen?

Aber für besonders intelligent würden sie Sie wohl auch nicht halten. Und einen Job oder besser Auftrag würden Sie von denen wohl nie kriegen. So ist das Leben. Es ist nicht immer ein Vergnügen, manchmal ist es einfach nur Gewalt.

Das wirkt auf mich wie purer Hass. Und genau das verrät die Ideologie des Feminismus zur Ideologie der Androphobie, ja Misandrie. Wer anderen Meinungen derart begegnet hat selber kein Selbstvertrauen und keine guten Argumente. Da wird direkt auf die Person gezielt, in blindem Eifer gegen Andersdenkende geschossen. Damit degradieren Sie sich jedoch selber, was ich bedauere, da ich doch schon einige gute Artikel von Ihnen gelesen habe (z.B. zum Thema Prostitutionsverbot in Frankreich).

Mann und Frau sind unterschiedlich und das ist gut so. Unsere Bundesrätinnen sind nicht repräsentativ für alle Frauen, genau wie auch die Bundesräte nicht mit allen Männern gleichzusetzen sind (Gott bewahre!). Und trotzdem wären gerade im Bundesrat mehr männliche Attribute nötig in der heiklen Situation der Finanzbranche und EU, sowohl bei Bundesräten wie auch bei Bundesrätinnen!

 

Es grüsst

Karl Müller

Zitatquellen:

http://blog.tagesanzeiger.ch/blogmag/index.php/34453/offener-brief/

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