Frauenquote Dossier: Episode 3

Liebe Freunde

Wie gestern erwartet, sind zu meinen rechtlichen Punkten keine Antworten mehr gekommen, dafür noch eine persönliche Einschätzung der Juristin im Bundesamt für Justiz:

Sehr geehrter Herr Müller

 Aus juristischer und wissenschaftlicher Sicht habe ich meinen unten stehenden Ausführungen nichts mehr beizufügen.

Aus persönlicher Sicht möchte ich Ihnen aber noch Folgendes mitteilen: Seit über 30 Jahren verlangt die Verfassung, dass Frauen und Männer für gleichwertige Arbeit gleich viel Lohn erhalten. Leider werden Frauen diesbezüglich immer noch diskriminiert. Ebenso werden Frauen im Arbeitsleben weniger befördert (gläserne Decke) und erhalten weniger Chancen, in Verwaltungsräten Einsitz zu nehmen. Die Frauen werden diskriminiert, obwohl die Verfassung vorschreibt, dass Frauen und Männer gleichbehandelt werden sollen. Ist das gerecht? Die Politik versucht nun, sowohl bezüglich Einsitz in Verwaltungsräten als auch in Sachen Lohngleichheit Lösungen zu finden, um diese verfassungswidrige Situation zu beheben. Wenn dann einmal tatsächlich Gleichstellung in der Arbeitswelt herrscht, wird es auch keine speziellen Massnahmen zur Förderung der Gleichstellung (insbes. Quoten) mehr brauchen. Und wenn diese Situation bereinigt ist, wird sich auch niemand mehr gegen dasselbe AHV-Alter wehren.

Wenn man diesen Text liest, dann muss man sich nicht mehr fragen, weshalb die Gleichberechtigung der Männer keine Fortschritte macht und weshalb die Ausdehnung der männerfeindlichen Politik in den Ämtern derart fortschreitet. „Solange bis…“ ist die Argumentation. Also solange irgendwo noch eine Frau aufgrund einer Statistik die seriöse Prämissen aufgrund fehlender Kriterien (z.B.Überzeit) vermissen lässt, diskriminiert werden könnte, solange sollen ALLE Männer gefälligst bis zur Rente länger arbeiten und auch schön Wehrpflicht absolvieren oder die Bundeskasse alimentieren. Und solange nicht die 300 Stellen in den Verwaltungsräten der Schweiz auch durch Frauen besetzt sind, solange sollen ruhig über 90% der tödlichen Arbeitsunfälle die Männer betreffen. Da sieht man keinen Handlungsbedarf. Liebe Freunde, das ist zutiefst menschenfeindlich. Natürlich dringt da das Licht der Misandrie voll durch, aber niemanden kümmerts. Aber halt! Doch, immer mehr kümmerts, Mann und Frau, und immer mehr Widerstand keimt dagegen auf. Und darum versucht die feministische Front aktuell noch ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Wir wissen uns zu wehren und dafür danke ich allen Männer und Frauen, die sich in diesem Kampf David gegen Goliath für David einsetzen.

Es grüsst

Karl Müller