Feminismus – Eine Hass-Bewegung?

Liebe Freunde

Ich weiss nicht, wie es Euch geht, aber erlebt Ihr den Feminismus auch mehr und mehr als Hate-Movement, also als Hass-Bewegung?

In unzähligen Diskussionen muss man als Nicht-Feminist ja zuerst mal die Realitäten zurecht rücken. Nein, Feminismus steht nicht für Männer ein und nein, Feminismus ist nicht der Weg zur Geschlechtergerechtigkeit. Auch ist Feminismus denkbar ungeeignet als Wirtschaftsideologie, auch wenn die Grossfirmen Massnahmen des Feminismus (z.B. einseitige Frauenförderung) mantraartig herunterlesen und schreiben. Von der Politik wollen wir ja schon gar nicht sprechen. Auch nicht von den United Nations oder der Europäischen Kommission. Kommt man jedoch auf die Konsequenzen der feministischen Ideologie zu sprechen, dann ändert sich die Stimmungslage des feministischen Gesprächpartners in der Regel rasant. Dann überschlagen sich die Emotionen, die Heftigkeit überrascht manchmal auch mich noch, obwohl ich doch schon Vieles gewohnt bin. Es sei denn, der Feminist hat dich vorher bereits geblockt oder bei Papi (Support, Admin) angeschwärzt, bevor überhaupt eine Diskussion stattfinden kann. Auch das habe ich dutzendfach erlebt. Das ist wohl eine progressive Art der heutigen Diskussionskultur. Gesprächsverweigerung wegen anderer Meinung.

„Das ist wohl eine progressive Art der heutigen Diskussionskultur.“

Nehmen wir doch einmal ein konkretes Beispiel: #Frauenquote. Der Feminismus und dessen Jünger haben sie gefordert, die Politik hat sie in Deutschland gegen den Willen der (Privat-) Wirtschaft eingeführt. Ich rolle hier nun keineswegs die ganze Thematik wieder auf, aber eines ist sicher: Sollten wirklich Frauen punkto Aufsichtsratseinsitz durch das einäugige, linkshändige Patriarchat benachteiligt werden (was ich hier definitiv bestreite), dann ist die Konsequenz der Quote nur eines: Man ersetzt die Benachteiligte durch einen unschuldigen Benachteiligten, der zufällig dem männlichen Geschlecht angehört und glaubt damit, eine gerechtere Welt geschaffen zu haben. Dass dabei nicht mal Gegenrecht gewährt wird, also dort wo Männer heute in „Unterzahl“ sind dieselbe Quote gelten soll, bringt lediglich die zutiefst androphobe Haltung der Gesellschaft zutage.

„Man ersetzt die Benachteiligte durch einen unschuldigen Benachteiligten“

Nun, solche sachlichen Erklärungen sollten in der Regel Verständnis, zumindest aber eine zivilisierte Diskussion ermöglichen. Leider bleibt das oft ein frommer Wunsch. Ich habe mich darum immer wieder gefragt, warum? Warum werden sachliche und mit Argumenten versehene Erläuterungen gleich mit „Frauenhasser“, „oh wie süss“ oder „Frauen wurden schon so lange unterdrückt“ beantwortet? Es gibt dafür meines Erachtens eine einfache Erklärung: Ein solche Argumentation greift das Fundament des Feminismus an, nämlich die Opferrolle der Frau. Wo die Frau kein Opfer des einäugigen, linkshändigen Patriarchats mehr ist, da entfällt jegliche „berechtigte“ Forderung nach staatlicher Regelung, sei es durch neue Gesetze oder eben durch finanzielle sowie andere „fördernde Massnahmen“ in Gesellschaft und Wirtschaft. Die Ideologie des Feminismus lebt zuerst von der wirklichen, meist aber erfundenen Benachteiligung/Diskriminierung der Frauen, dem Opfermonopol. Und darum wehren sich die Feministen instinktiv, wenn ein Nicht-Feminist Argumente einbringt, die an dieser Struktur rütteln. Ich gehe sogar soweit, dass Nicht-Feministen (das beinhaltet natürlich auch Frauen), heute strukturell diskriminiert werden, da ihre Argumente im öffentlichen Diskurs kaum zugelassen werden. Wer gegen das Dogma des Feminismus antritt, wird mit sehr harten Bandagen angefasst. Argumente hin oder her. Und diese Reaktion erinnert mich doch schwer an Zeiten, die wir alle nicht mehr erleben möchten. Seien dies sozialistisch/kommunistische Regimes oder auch faschistische. Allen gleich ist der Umgang mit Andersdenkenden, sowie die Methodik. Tim Hunt könnte darüber wohl ein Buch schreiben.

Fazit: Der Kampf gegen die totalitäre Ideologie des Feminismus ist ein steiniger und harter Weg. Mit vielen persönlichen Angriffen, #hatespeech und verbaler, manchmal physischer Gewalt. Doch der Angriff auf das Opfermonopol des Feminismus wird den Erfolg bringen. Dann bricht das stärkste Standbein weg. Unsere Aufgabe ist also weiterhin aufzuklären, wo Nicht-Feministen durch den (Staats-) Feminismus diskriminiert und ausgegrenzt werden. Das mag etwas wehleidig klingen, vor allem für uns „starke“ Männer, aber ich bin überzeugt, dass dies eine entscheidende strategische Waffe im Kampf gegen die Lügen des Feminismus ist. Allen Widerständen zum Trotz.

feminismus-opfer

 

Es grüsst

Karl Müller