In der Höhle der Löwinnen – Gender Tagung Uni Basel

Liebe Freunde

Wie ich ja auf Twitter schon kurzfristig angekündigt hatte, habe ich mich also auf den Weg nach Basel gemacht, um der Tagung „Gender Affairs – Politik und Praxis der Gleichstellung in der Schweiz“ an der Universität Basel beizuwohnen.

Es war sehr schnell klar, dass die Teilnehmer sich hier offenkundig „unter sich“ fühlten. Doch dazu später mehr. 90 Teilnehmer waren auf der vor Ort verfügbaren Teilnehmerliste angemeldet, ein überschaubares Grüppchen. Dazu 13 Speaker, wovon 12 selbstredend Frauen waren. Auch von den Gästen waren geschätzte 95% Frauen. Die Teilnehmer empfand ich zumindest optisch sehr homogen, mit einzelnen Ausnahmen (4-5). Genderisten unter sich eben, Ihr könnt es Euch ja sicher vorstellen. Doch mit genügend Valium und abschliessend intravenös zugeführtem Bier würde ich auch diesen Tag überstehen.

Legal disclaimer: Es gilt das gesprochene Wort. Die in dieser Mitschrift wiedergegebenen Aussagen sind mein Verständnis des Gesagten und müssen nicht zwingend mit der Meinung der Speaker oder des Instituts der Gender Studies Basel übereinstimmen. Es liegt mir fern, einzelne Personen anzugreifen, mir geht es ausschliesslich um die Ideologie des Genderismus/Feminismus. Allfällige offensichtliche Fehler sind mir zu melden.

Programm

Wie Ihr dem vorliegenden Tagesprogramm entnehmen könnt, waren durchaus interessante Themen vorgesehen. Ich freute mich sogar auf einzelne, wobei ich nun in meinem Bericht nicht alle ausführlich behandeln werde. Einerseits würde das zu weit führen, andererseits waren einige schlicht ohne Erkenntnisgewinn.

Begrüssung/Einleitung:

Die Grundlage dieser Tagung war ja der Abschluss des Nationalen Forschungsprogramms 60 (NFP60), wo zwischen 2010-2014 im Auftrag des Bundesrates um die 20 Projekte bezüglich Gleichstellung in der Schweiz seit 1981 (Einführung Gleichstellungsartikel) im Wert von 8 Mio CHF durchgeführt wurden. Dieser Tag sollte als Startschuss für weitere Projekte dienen, mit Ausnahme eines neuen Projektes wurde dazu aber nichts weiter gesagt. Ich hoffe natürlich, dass keine weiteren Projekte bewilligt sind.

Men in and around Gender Equality

Das erste Thema war eines derjenigen, worauf ich am meisten gespannt war. Welche Rolle spielen Männer im Rahmen der Gender Equality. Der ältere Professor aus Finnland, oder war er nun aus Schweden, startete fulminant, indem er die Präsidentin des NFP60 gleich massregelte, da diese sich in der Einleitung erlaubt hatte, den Begriff „Men Studies“ im Zusammenhang mit seiner Arbeit zu nennen. Er definierte diese dann mit einer ellenlangen Aneinanderreihung von Wörtern. Der Grund war: Die Männer würden dadurch nur wieder im Zentrum stehen, was ja auf jeden Fall zu verhindern wäre. Sonst käme die Tendenz auf, dass die Männer „Men Studies“ wieder ownen, also besitzen wollten/würden. Das sei im Umfeld des nach wie vor herrschenden Patriarchats unbedingt zu verhindern. Nun, die Stigmatisierung Patriarchat sollte an diesem Tag noch dutzende Male folgen, was mich an Diskussionen der 70er/80er Jahre erinnerte. Somit war aber gleich mal klar, dass ich meine frommen Wünsche beerdigen durfte, hier doch eine „männerfreundliche“ Sicht vermittelt zu bekommen. „Be careful“, meinte er zu den immer zahlreicheren Männernetzwerken, die unter dem Mantel der Gender Equality operierten, aber im Grunde antifeministische Männerbünde seien – konkret genannt wurde das Men’s Network Brighton. Aber es wurde noch ärger. Er redete lange darüber, welche Motivatoren denn männliche Feministen dazu bewegen, sich eben als „Pro-Feminist“ einzusetzen und damit die Gender Equality voranzutreiben (rebellion, resistance, reform). Man war sich einig, dass das Thema „Health“ (Gesundheit der Männer) am besten verfange, da die meisten jungen Männer darauf positiv reagierten. Also sollte das Thema Gesundheit genutzt werden, um die Männer für die (feministische) Agenda des Gender Equality zu gewinnen. Kurzform: „More Gender Equality = more health, well being, less depression….“ Er zählte noch diverse Gruppierungen innerhalb der EU auf, wie z.B. „Men Engage“, die sich pro-feministisch für Gender Equality „aus Sicht der Männer“ einsetzten. Jedoch wiederholte er mehrfach, wie wichtig es sei, dass Männer nicht wieder ins Zentrum gerückt würden: „Deconstructing dominant men without recentering men.“ Dass Gender Studies komplett von den Feministinnen besetzt worden sind, hinderte ihn nicht daran davor zu warnen, dass Männer ihren eigenen Bereich der Gender Forschung bezüglich Männer unter keinen Umständen besetzen dürften. Denn die besten Studien über Männer kämen von Frauen…. Auf eine Frage aus dem Publikum, was er denn zu den Bewegungen denke, die sich nun intensiv mit (nicht-feministischer) Männerforschung (Male Studies) beschäftigten, antwortete er: Das seien vor allem Studien aus den US, die seien „unpleasant“, also unerfreulich. Im ganzen Vortrag sollte kein Wort mehr über eine ergebnisoffene Männerforschung folgen, alles hatte sich dem profeministischen Denken unterzuordnen. Viel wurde noch über EU-Projekte geschwafelt, wie z.B. EIGE, ein Projekt, das die „feminismuskonforme“ Involvierung der Männer in Gender Equality zum Ziel habe. Interessant waren noch zwei weitere Bemerkungen: Die erste über den Vaterschaftsurlaub, den er grundsätzlich kritisch sehe. Es löse nicht alle Probleme und es sei kritisch zu betrachten aus der Sicht von Gewalt gegen Frauen und Kinder… Nicht der letzte Stereotyp, der an diesem Tag über die negativen Beschaffenheiten des Mannseins folgen sollte. Er meinte abschliessend, dass die Gender Equality Aktivisten vorsichtig sein sollten, dass Massnahmen nicht in einem „zero sum game“ endeten. Also quasi männerspezifische Massnahmen der Gender Equality nicht den Fortschritt der feministischen Frauenförderung neutralisierten. „Some men need to lose“ (einige Männer müssen verlieren) war sein Fazit in einer Offenheit, die wohl nur möglich war, weil er sich im Biotop der Genderisten wähnte. Er nannte die Audienz zwischendurch auch eine „friendly audience“ im Zusammenhang mit seiner Präsentation. Daraus schliesse ich, dass diese Offenheit der Rede drastisch zurückgefahren würde, wenn sich unter den Zuhörern auch kritische Geister befänden. Oder er davon Kenntnis hätte.

Alles Kinderkram

Dieser Beitrag war meines Erachtens auch aus wissenschaftlicher Sicht der Schwächste. Es wurden 4 KITAs untersucht, unter denen sich Ungleichheiten herausstellten. Da wurden Verbindungen konstruiert, wie z.B. sei der Spielbereich der „Kinderküche“ getrennt vom Spielbereich des Bastelns, was einem Zwang sich genderbezogen zu entscheiden gleichkäme, dem Kleinkinder bereits ausgesetzt seien. Spiele ich in der Spielküche oder in der Bastelecke? Nun, ich empfinde es als subotpimal, wenn im realen Leben Nägel in den Kochtopf gelangen. Aber im Spiel soll das aus Gendersicht so sein. Nun denn. Generell seien die untersuchten KITAs „gendered organization“. Begründet wurde dies damit, da die „hausfräuliche Mütterlichkeit“ sowie die Betreuung im Vordergrund stünde. Das Konzept der „bürgerlichen Familie“ sei tief verankert (skandalös sowas!!!) und die Requisiten seien mehrheitlich weiblicher Natur. Das hingegen war kein Grund sich für mehr Bubenspielsachen einzusetzen und die Buben als benachteiligt zu sehen, sondern die diskriminierten Mädchen würden dadurch erneut Stereotypen ausgesetzt. Auch würden haushälterische Tätigkeiten oft den Tagesablauf dominieren, was eindeutig als negativ bezeichnet wurde. Eine Professorin aus Deutschland meinte dazu, ob denn nicht bei der Ausbildung der Erzieherinnen angesetzt werden müsse, damit diese „Prägungen“ beseitigt werden können. Kopfnicken im Saal.

Aspirations professionelles des jeunes filles et garçons

Die westschweizer Professorin untersuchte die „stereotypische“ Berufswahl von Schulabgängern in der Schweiz. Dabei zeigte sich, oh Wunder, dass immer noch Mädchen zu „Frauenberufen“ und Buben zu „Männerberufen“ tendierten. Dies sei unbedingt zu bekämpfen. Es bestehe grosser Sexismus vieler Eltern, der sich auch auf die Kinder auswirke. Ihre Studie zeigte, dass sich dies auf Mädchen in Prozentzahlen signifikant höher auswirke als auf Buben. Auf die Frage aus dem Publikum, warum das so sei, antwortete die Professorin: Sie erkläre sich das so, dass Buben noch immer in der dominanten Position in dieser Gesellschaft seien und sich somit weniger anzupassen hätten als Mädchen *würg*. Sie formulierte auch klar, dass eine Frauenförderung im Berufsleben, also Frauen möglichst zu Vollzeitarbeit und in Führungspositionen zu bringen, nicht ausreiche. Es benötige gleichzeitig noch Anstrengungen, um Männer in die Care-Arbeit also vornehmlich in die Kinderbetreuungsaufgaben der Familie zu bringen. Darum sind auch feministische Kreise für einen Vaterschaftsurlaub, darum wird in jeder Statistik bemängelt, dass „unbezahlte Arbeit“ noch immer mehrheitlich von Frauen ausgeübt würde und das einer Ungleichheit im Sinne des Gleichstellungsgesetzes entspreche.

Dann gab es gemeinsames Mittagessen in einem kurdischen Restaurant.

Politik der beruflichen Gleichstellung im internationalen Vergleich

Die Rede dieser Professorin sollte sich im Nachhinein als die wegweisendste des ganzen Tages herausstellen. Sie verteidigte, nein sie lobte die deutsche Frauenquote als Meilenstein in der Politik zur beruflichen Gleichstellung. Ich nehme es vorweg, auch hier kein einziges Wort über den „Landschaden“, den die Quote anrichtet, oder eine kritische Betrachtung in Anbetracht des Grundgesetzes oder der damit bewirkten Diskriminierung der Männer. Übrigens auch für Gender Equality und dessen Glaubwürdigkeit ein Unding. Die Professorin zeigte sich aber als Verfechterin gesetzlichen Zwangs. Sie baute ihr Argumentationsmodell anhand der Massnahmen auf, wie denn die feministische Gleichstellung erreicht werden könne. Beispielsweise war nicht nur bei ihr die Rede von Policy, von Steuerungsregime bis hin zu Geschlechterregime. Der Begriff Regime wurde beinahe inflationär verwendet. Konkret meinte sie damit, dass freiwillige Massnahmen für Privatfirmen zur Frauenförderung wichtig seien, noch wichtiger seien aber soft laws und hard laws. Soft Laws sind Gesetze, die aber nicht direkt sanktionierbar seien. Hard Laws sind Gesetze, die harte Sanktionen zur Folge haben. Offensichtlich war sie begeisterte Anhängerin der Hard Laws, was sich am Beispiel Frankreich zeigte. Dort drohten Gefängnisstrafen für Unternehmer/Verantwortliche, die die Geschlechtervorgaben nicht erreichten (Begeisterungsstürme im Saal…). Die Strategie müsse wie folgt vorangetrieben werden:

  1. Anreize schaffen, damit Unternehmen die Frauenförderung ernst nehmen und durchsetzen (an anderer Stelle wurde dazu gesagt, dass Gleichstellung sich nicht „lohnen müsse“, sondern schlicht ein Recht sei – später mehr dazu)
  2. Androhung von Strafen. Schweden sei ein gutes Beispiel, wo bereits durch die Androhung von Strafen eine Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten zu verzeichnen war.
  3. Öffentliches Massregeln (Politik, Medien, Gesellschaft) auch genannt „shaming and blaming“ oder in meinen Worten: Existenzvernichtungen Andersdenkender anstreben.
  4. Monitoring und Controlling. Auch diese Begriffe wurden mehrfach gebraucht, speziell im internationalen Kontext. Die „Ungleichstellung“ müsse überwacht und mittels geeigneter (Zwangs-) Massnahmen beseitigt werden.

Wörtlich wurde gesagt, dass die Erreichung der Geschlechtergleichstellung nur durch Zwang erreicht werden kann (kommt ohne Zwang nicht aus). Es wurde sich nicht mal die Mühe gemacht, zu argumentieren, man weiss sich moralisch korrekt unterwegs und alle Kritiker müssen mittels Zwang auf die richtige Bahn gebracht werden. Das erinnert mich weder an eine Demokratie, noch an eine freiheitliche Gesellschaft, sondern an dunkle Zeiten der Despotenherrschaften vergangener und heutiger Tage.

L’éducation à l’égalité: Une urgence toute relative?

Dieser Beitrag war für mich ohne Erkenntnisgewinn. Erstmals wurde aber beklagt, dass die „Schnecke“ bezüglich Gleichstellung der Geschlechter nicht nur langsam vorwärts krieche, sie habe das Gefühl sie krieche mittlerweile rückwärts (Raunen im Saal). Dies wurde dann noch durch eine Bemerkung aus dem Publikum unterstrichen, da der Partner der Wortmelderin als Lehrer auf immer mehr Widerstand bei den Schülern punkto geschlechtergerechte Sprache stosse. So stark sei der Widerstand, dass er resigniert habe. Leute, unsere Arbeit des gesunden Menschenverstands lohnt sich. Das ist auch mein offizieller akademischer Titel: ges. MV Karl Müller. Gesunder Menschenverstand, eine Eigenschaft, die in den Gender Studies offenbar keinen Eingang gefunden hat.

Gleichstellungspolitik öffentlicher Arbeitgeber

Auch dazu gibt es nicht viel Neues zu berichten. Die öffentlichen Arbeitgeber sind bekannt dafür, dass sie die Gleichstellung besonders „genau“ nehmen, nehmen müssen. Da würden sie auch als Vorbilder für die Privatwirtschaft wirken (!!!). Aber auch diese Dame bekräftigte die Forderung nach einer Pflicht zur Erklärung der Nichterfüllung der Gleichstellungsziele für Unternehmen. Es sei ein zentrales Controlling in der Schweiz vorgesehen. Interessant war dann vor allem noch der Abschluss dieses Vortrages, wo die Dame als Konklusion forderte, dass der Diskurs der Gender Equality die Engführung des ökonomischen Nutzen-Denkens verlassen müsse. Gleichstellung sei ein Recht und müsse nicht ökonomisch begründet werden.

Nun, darauf hoffe ich persönlich, denn damit verliert diese Art Gender Equality den (unmöglichen) Sukkurs der politischen Mitte. Diese Mitte, die in der Diskussion auch kritisiert wurde, als zu träge respektive zu unbestimmt in der Frage der Gender Equality.

Domestic Affairs; Intervention bei häuslicher Gewalt als Gleichstellungspolitik

Diesen Beitrag können wir uns auch sparen, da es auch hier nichts Neues unter Sonne gab. Häusliche Gewalt wurde, wie üblich in diesen Kreisen, als fast ausschliesslich Täter = Mann Opfer = Frau Problematik angesehen und vertreten. Ich empfinde natürlich Empathie für die Opfer, nur beschränkt sich diese nicht auf das weibliche Geschlecht. Die Aussage,  es werde zuwenig konsequent auf die Bestrafung der Täter hingearbeitet löste auch hier grosse Zustimmung im Saal aus. Die Polizei spreche nur Wegweisungen aus, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten wurden der wirkliche Wille abgesprochen, die Täter zu verfolgen und zu verurteilen. Das lasse ich nun mal so stehen.

Geschlechterforschung und ihre mediale Bearbeitung

Das Sahnestück des ganzen Tages war aber die Abschlussrede der Leiterin der Gender Studies an der Uni Basel. Nachdem den ganzen Tag in recht emotionsloser, wenn auch unnübertreffbar einseitiger Art und Weise berichtet worden war, so kam nun der emotionale Höhepunkt. Begonnen mit einem Zitat einer Frauenrechtlerin aus der Vorkriegszeit des 2. Weltkriegs, wo minutenlang die Situation der damaligen Frauen beschrieben wurde, versuchte die Dame die Verbindung in die heutige Zeit zu kreieren, speziell dadurch, dass Frauen auch heute sich noch dabei ertappten, ob sie denn dies oder das nun sagen sollten oder nicht. Auch wurden Zusammenhänge zwischen Klasse und Patriarchat neu bemüht, ein eigentlicher Essay über Marxismus. Die Tonalität wurde aber immer eindringlicher, die Wortwahl war sehr präzise. Die gewollte Emotionalisierung gelang mittels dieser Empörungsbewirtschaftung und somit kam die Dame zum eigentlichen Teil, nämlich zu den medialen Reaktionen auf die Ergebnisse des gesamten Forschungsprogramms. Diese seien zwar überwiegend positiv (!) ausgefallen, doch wurde bemängelt, dass die Redaktionen „nur“ die Statements übernommen und abgedruckt und nicht etwa noch eigene Kommentare oder Forderungen dazu aufgestellt hätten. Im Gegenteil ist es als „Gleichstellung sei noch nicht ganz erreicht“ betitelt worden, dabei sei es doch nach wie vor eine bestehende Ungleichheit. Auch hätten sich einige wenige erdreistet, kritisch dazu zu berichten wie etwa der in den Rückfragen des Publikums namentlich genannte Markus Somm, seines Zeichens Chefredaktor der BaZ (Basler Zeitung). Von ihm sei der Vorwurf der Gleichmacherei gekommen. Durch diese kritischen Voten, deren Inhalt den ganzen Tag lang aber nicht diskutiert worden ist (man erinnere sich an die Reaktion des Männerforschers zum Thema „Male Studies“ in den USA), sei offensichtlich, dass die „Anderen“ (damit waren wohl Kritiker gemeint) viel offensiver vorgingen, sie seien in den Massenmedien viel präsenter. Zudem seien sich genau diese nicht bewusst, dass Ungleichheiten Unrecht seien und dass Gleichstellung ein Recht nach der Bundesverfassung und Bundesgesetz sei. Durch diese kritischen Berichte in den Massenmedien (zur Erinnerung: Anfangs wurde durch sie die Vielzahl der positiven Berichte gelobt) werde eine innere Zensur geschaffen. (und das an einer „wissenschaftlichen“ Tagung, an der nur eine Meinung vorgesehen und erlaubt war)

Buchvernissage

Das „Meet and Greet“ kann ich getrost weglassen, denn es war, wie schon die ganze Tagung ein Netzwerken unter sich, wohl auf Staatskosten organisierter Apéro und Musikduo. Wenigstens gab es Alkohol.

 

Liebe Freunde, Ihr könnt Euch vorstellen, was ich durchmachen musste. Dabei bin ich definitiv gefestigt genug, um das Thema inhaltlich differenziert anzugehen und auch andere Meinungen zu ertragen. Die Vehemenz des Zwangs, die nach wie vor unglaubliche Einseitigkeit verbunden mit Männerfeindlichkeit respektive der Feindlichtkeit gegenüber dem Männlichen, sowie die geplante Instrumentalisierung der Männer zum Zweck des feministischen Gender Equality Umerziehungsprogramms, machen mir Sorgen. Nicht weil die Argumente derart gut wären, das sind sie definitiv nicht, sondern weil diese totalitäre Ideologie heute an den Schaltstellen der Macht sitzt. Bei der UNO, Europarat sowie den meisten Regierungen. Der expansive Charakter verstärkt diese Befürchtungen, da diese Szene international perfekt vernetzt ist und diese Bestrebungen noch weiter intensivieren will. Die Schulterklopferei war phasenweise unerträglich, aber gehört offensichtlich zu den Verhaltensregeln dieser dogmatischen, kritikunfähigen geschützten Werkstatt. Ich gehe davon aus, dass die Erhebungsmethoden durchaus wissenschaftlichen Standards entsprechen (das war nicht Teil der Tagung), was aber zutiefst wissenschaftsfeindlich ist, zeigt sich in der totalen Unfähigkeit, Kritik zu ertragen, geschweige denn darüber zu diskutieren. Auch wurden Prämissen vorgetragen, die als grundsätzliche Dogmatik dieser Szene unfehlbar zu sein scheinen. Es gibt keine Motivation, andersartige Muster und Modelle über die eigene Dogmatik hinausgehend und ergebnisoffen zu untersuchen. Im Gegenteil wird der Deckel des Schweigens darüber gelegt und Kritiker sollen offensichtlich mittels „Shaming and Blaming“ zerstört werden. Der nächste Schritt des geforderten Hard Laws, soll auch die letzten Kritiker international endgültig zum Schweigen bringen. Mit Staatsgewalt. Denn das moralische und das juristische Recht ist auf ihrer Seite.

 

Es grüsst ein ernsthaft besorgter

Karl Müller

EDIT: 24.1.16 22:21; Artikeleinleitung gekürzt.