Vaterschaftsurlaub – Die feministische Mogelpackung

Liebe Freunde

Wer meine Beiträge schon länger verfolgt, weiss, dass ich mich durchaus für Gleichberechtigung und Rechte für Männer einsetze. So könnte man meinen, dass die nun lancierte Initiative unbedingt auch die Unterstützung der Nicht-Feministen verdient. Dem ist aber nicht so! Gegen diese Initiative sprechen verschiedene Gründe. Wer das Argumentarium liest, sowie die aktiv und passiv unterstützenden Verbände anschaut, erkennt sehr schnell, dass diese Initiative ein feministisches Werk ist.

dreamstimefree_246872

© Melissa M. Morris | Dreamstime Stock Photos

Im Argumentarium finden sich Aussagen wie folgende:

Alles klar wohin die Reise geht? Zugegeben, es werden natürlich durch diese 4 Wochen auch Zückerchen verteilt wie:

Klingt gut, oder? Wo bleibt bei den feministischen Organsiationen dann die UNO-Kinderrechtskonvention bei Themen wie Besuchsrechtsdurchsetzung, Gleichberechtigung von Vätern in Scheidungsfällen und die Wichtigkeit der Väter bei lesbischen Müttern? Oder bei der bewussten Entfremdung des Kindes vom leiblichen Vater durch die Mutter? Oder bei den Falschanschuldigungen des Kindsmissbrauchs zum Vorteil der Mutter bei der Scheidungsklage und deren Folgen? Da ist der Vater nicht einmal mehr Verhandlungsmasse, das Kindsrecht obsolet.

Männer sollen also gefälligst gleich „benachteiligt“ werden wie die Frauen. Ein Arbeitgeber soll immer damit rechnen müssen, dass sowohl Vater wie auch Mutter wegen Schwangerschaft respektive Abwesenheit wegen Geburt und darauf folgendem Urlaub Kosten und organisatorische Schwierigkeiten (vor allem bei KMU) verursachen wird. Das ist das einzige und wahre Ziel dieser Initiative. Dass Männer in der Schweiz alleine aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit zum Wehrdienst gezwungen werden, was ihnen speziell beim Berufseintritt massive Nachteile verursacht, bleibt in dieser Betrachtung komplett aussen vor. Dass dabei Organisationen wie männer.ch mit den Feministinnen ins gleiche Bett steigen, sich offenbar instrumentalisieren lassen, enttäuscht mich persönlich speziell. Damit verabschiedet sich dieser „Dachverband“ aus der objektiven Diskussion und wird zur Manipulationsmasse der Feministinnen und Genderistinnen. Männer.ch hat bereits mit den Feministinnen von alliancef und dem Zentrum für Gender Studies an der Universität Basel bei der Schaffung des SIMG gemeinsame Sache gemacht. Darum: Nicht in meinem Namen! Keine Unterschriften für diese Initative, weder jetzt noch später bei der allfälligen Abstimmung.

Es grüsst

Karl Müller