Vergewaltigung: Mitschuld der Frau?

Liebe Freunde

Heute nehme ich ein wichtiges aber gleichzeitig schwieriges Thema auf. Anlass dafür ist das Interview der Nationalrätin Andrea Geissbühler, in welchem sie eine Mitschuld von Frauen in einigen Fällen sieht, dass es überhaupt zur Vergewaltigung komme. Wenn Frauen beispielsweise ihnen unbekannte Typen mit nach Hause nähmen und sogar mitmachten, sich es dann aber plötzlich anders überlegen würden, sollte die Strafe nicht gleich hoch sein, wie bei einer Vergewaltigung, die eine Frau nachts in einem Park unerwartet erleiden muss. Der feministische Aufschrei liess natürlich nicht lange auf sich warten, frei nach dem Motto: Eine Frau hat nie Mitschuld und auch keine Verantwortung in keinem Fall zu tragen. Doch nun der Reihe nach.

© Luba V Nel | Dreamstime Stock Photos

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Es gibt beispielsweise bei Versicherungen den Regress, womit der Versicherungs -geber auf den Versicherungsnehmer zurückgreifen kann. Verursache ich einen Schaden, lasse Wertgegenstände im ungesicherten Auto mit offenen Fenstern liegen, so kann eventuell der Versicherungsgeber sich weigern, mir gewisse Kosten zu erstatten. Das hängt davon ab, ob der Schaden bei Einhaltung der Sorgfaltspflicht meinerseits anders verlaufen respektive nicht eingetreten wäre. Mein Verhalten trägt dazu bei, ob und in welchem Masse ein Schaden eintreten kann. Handle ich fahrlässig im Wissen um die Gefahren, so kann das negative Konsequenzen für mich haben. Dies würde eben eine schwere Verletzung der Sorgfaltspflicht bedeuten.

Auch wenn eine Vergewaltigung nicht mit einem Autounfall oder Diebstahl gleichzusetzen ist, so gibt es Ähnlichkeiten. Oder sagen wir: Es gab sie. Denn heute schreit die „ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“-Feministinnenclique Zeter und Mordio, wenn man in diesem Zusammenhang von Verantwortung zu sprechen beginnt. Denn wenn die feministische Ideologie eines nicht will, dann die Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen! Symbolisch steht dafür der Slutwalk, wo halbnackte Feministinnen dafür demonstrieren, dass sie sich kleiden oder nicht kleiden können wie sie wollen, Männer hätten darauf nicht zu reagieren. Nun, das passt hervorragend zur naturfeindlichen Ideologie des Feminismus und des Genderismus, denn Männer und Frauen sind durchaus sexuelle Wesen. Das heisst, in der Regel reagieren sie aufeinander. Männer fantasieren aber anders als Frauen. Sie reagieren viel stärker auf optische Schlüsselreize. Frauen finden es erotischer, Geschichten zu hören. Männer reagieren auf das, was sie sehen. Das legitimiert natürlich niemanden, einen anderen Menschen zu missbrauchen und zu vergewaltigen. Aber es zeigt die Unterschiedlichkeit in der Wahrnehmung, in der Reizbarkeit durch Bilder. Mit diesem Wissen ist es mir nicht nur unverständlich sondern es ist verantwortungslos, wenn Feministinnen ihren Töchtern einimpfen, dass sie sich nicht um die eigene Wirkung ihrer Person und Auftretens zu kümmern bräuchten. Sollte damit jemand ein Problem haben, sei dieses ja schliesslich seins. Heute kennen wir aber auch die Zahl der überführten Vergewaltiger. Unsere Gesellschaft weiss also, dass es da draussen Menschen gibt, ja auch Frauen, die sich nicht im Griff haben und das Zerstören eines anderen Lebens in Kauf nehmen.

Das alles zu benennen mag zwar politisch nicht korrekt sein, aber es ist die beste Möglichkeit, Schutz zu bieten. Und darum müsste es eigentlich uns allen gehen.

Ich fasse die Fakten zusammen:

  1. Eine Frau hat sehr wohl eine Verantwortung, wie sie auf Männer wirkt und wie sie sich verhält!
  2. Dieses Verhalten einiger Frauen legitimiert jedoch zu keiner Straftat zu keiner Zeit.
  3. Im Wissen um die Wirkung von optischen Reizen auf Männer, sollte sich frau gut überlegen, wie sie sich kleidet und wie sie sich verhält (fremde Männer nach Hause nehmen, teasing etc.). Damit ist keine Wahl zwischen Bikini oder Burka gemeint, es gibt ja noch tausende Grautöne dazwischen.
  4. Männer können durch die Kleidung und das Verhalten einiger Frauen sexuell belästigt werden und unter dieser Sexualisierung leiden. Das Tabuthema schlechthin in unserer Gesellschaft!
  5. Es gibt Menschen, die sich nicht beherrschen können, oder die schlicht keinen Respekt für Mitmenschen aufbringen. Diese Gefahr ist latent vorhanden, das weiss man.
  6. Frau Geissbühler hat etwas sehr Wichtiges getan: Sie hat differenziert. So wie jedes Gericht auch die Umstände eines Verbrechens prüft und Milde oder Verschärfung daraus folgern kann. Sie deswegen mit shaming and blaming, der beliebten feministischen Vernichtungsstrategie für Andersdenkende, zu attackieren, dient keinem einzigen Opfer. Es verhindert im Gegenteil einen nötigen Diskurs, der schon zu lange durch feministische Scheuklappen verhindert wird.

Darum meine Forderung: Wir brauchen zu diesem Thema eine ehrliche, emotionslose und vor allem ideologiefreie Diskussion über die Verantwortung von Frauen, die ihnen selber zum Schutz dienen sollen. In unser aller Interesse!

Es grüsst

Karl Müller