Das unsichtbare Patriarchat

Liebe Freunde

0bauaa58Hillary Clinton wird kommende Woche wohl die neue Präsidentin der USA. Damit können wir mit Fug und Recht sagen, dass die westliche Welt mehrheitlich in einer Femokratie lebt. Und zwar nicht nur, weil die mächtigsten Staaten von Frauen an der Spitze regiert werden, sondern weil dort wo noch Männer an der Spitze sind, sich diese dem feministischen Programm unterworfen haben. Lasst uns eine kleine Übersicht machen.

Europarat: Klar feministisch dominiert, erlässt regelmässig feministische Programmpunkte.

UNO: Mit der UN Women und dem Verstärker UNO Hauptorganisation selber eine klar bis radikal-feministische Organisation mit enormer weltweiter Macht. UN Men sucht man vergebens, Anliegen der Männer und Jungs marginalisiert bis komplett ausgeblendet.

WEF: World Economic Forum. Fällt immer wieder auf durch feministische Positionen. Jährlich mit dem unseriösen Gender Gap Report, der völlig willkürlich männliche Probleme nicht nur negiert, sondern diese sogar positiv bewertet.

Staatliche Frauenbüros/Gleichstellungsbüros allgemein: Alle mir bekannten Frauenbüros haben dieselben Themen auf dem Radar, die vielfach schon lange wissenschaftlich widerlegt, oder zumindest relativiert worden sind. Beispiele beim Lohnunterschied, der in der Schweiz nachweislich nicht mehr als 2% beträgt, sofern man die wichtigsten Kriterien berücksichtigt. Beispiel häusliche Gewalt: Auch hier sind neue Studien eindeutig. Die Gewalt geht ungefähr zu gleichen Teilen von Männern wie auch von Frauen aus. Dasselbe beim Thema Sexismus. Speziell am Arbeitsplatz werden Studien zufolge Männer sogar öfters Opfer von Übergriffen.

USA: Wohl neue Präsidentin Hillary Clinton, Radikalfeministin. Kein weiterer Kommentar nötig.

Deutschland: Kanzlerin Merkel und Ihre grosse Koalition erlassen regelmässig feministische Gesetze wie Frauenquote und schliessen die Männer im Ministerium für Familien, Frauen, Senioren und Jugend bewusst aus. Das Feigenblatt «Bundesforum Männer» betreibt feministische Politik, die meistens nicht im Interesse der Mehrheit der Männer ist.

Frankreich: Sozialist Hollande hat schon bei Antritt radikal-feministische Massnahmen eingeführt. Beispielsweise bei der Wahl der Minister, die strikt nach einer 50/50 Geschlechter-Quote durchgeführt worden ist. Qualifikation war wohl nebensächlich. Aber auch Frauenquote mit hard law als Sanktion bei Nichterfüllung durch private Firmen ist eingeführt bis hin zu Gefängnisstrafen (!).

Italien: Nach Berlusconi hat Matteo Renzi übernommen. Auch er, wie Hollande, ein Sozialist. Und auch er schraubt seit der Machtergreifung an feministischen Programmen wie Frauenquoten und ähnliches, auch wenn in Italien, vor allem im Süden, der Widerstand noch grösser ist als anderswo. Dennoch besteht sein Kabinett aus 50/50 Geschlechteranteil, auch wollte er die Wahllisten mit mind. 50% Frauen verbindlich als Gesetz erlassen, was jedoch an einer Parlamentsmehrheit vorerst gescheitert ist.

Österreich: Die Alpenrepublik wird speziell mit Blick auf die Hauptstadt Wien als feministische Hochburg wahrgenommen. So gibt es in Österreich nach wie vor gesetzliche Diskriminierungen von Männern, alleine aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit. Beispielsweise bei Wehrpflicht, aber auch (noch) Renteneintrittsalter – Männer 65 Jahre, Frauen 60 Jahre.

Grossbritannien: Das Brexit-Land wird seit einigen Monaten von Theresa May geführt. Einer weiteren Frau in der Gilde der mächtigsten Staatsführer.  Auch das wirtschaftlich deutlich kleinere Schottland wird von einer Frau geführt: Nicola Sturgeon.

Schweiz: Auch bei uns sieht es aktuell ganz schlecht aus. So hat der Bundesrat vor Kurzem bei der Revision des Aktienrechts, trotz massivem Widerstand in der Gesetzesvernehmlassung, eine Frauenquote und Lohnpolizei erlassen. Dem Vernehmen nach mit 4:3 Stimmen, also mit Stimmen der FDP und der CVP. Das Parlament wird diesen Beschluss aber noch aufnehmen müssen ungefähr Sommer 2017 und da besteht Hoffnung, dass die ganze Geschichte versenkt wird. Die Schweiz ist aber «Musterschülerin», wenn es darum geht, Männer zu diskriminieren. So finden sich diverse Gesetze, die Männer direkt diskriminieren alleine aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit. Beispielsweise Wehrpflicht, Renteneintrittsalter (Frauen 64 Jahre, Männer 65 Jahre), oder aber auch bei der Wehrpflicht sowie im gesamten Rentensystem wie beispielsweise Witwenrenten (Witwen bekommen Renten, auch wenn sie keine Kinder haben, für Witwer gibt’s einen feuchten Händedruck). Sehr stossend sind die vielen Frauenbüros, die eigentlich den Gleichstellungsauftrag umsetzen, respektive den Finger auf wunder Punkte legen sollten. Doch das geschieht fast mehrheitlich bei Frauenthemen, selbst dann, wenn Studien krasse Missstände ergeben wie beispielsweise die deutlich härtere Verurteilung von Straftätern bei gleichen Vergehen vor Gericht. Weitere Diskriminierungen finden sich hier.

Medien: Die Leitmedien, zumindest in den deutschsprachigen Ländern, sind mit brutaler Einseitigkeit feministisch dominiert. So werden feministische Kampfparolen unkritisch portiert, ja geradezu beworben. Andererseits werden drängende «Männerthemen» verschwiegen oder mit Häme begossen wie neulich am Weltmännertag, als sich die Öffentlich-Rechtlichen Sender speziell in Deutschland darüber lustig machten. Trotz ernsten Themen wie Prostatakrebs und der massiv hohen Zahl der Suizide, begangen durch Männer. Wichtige Themen, die via Twitter-Aktionen wie #article7 aufgezeigt und von tausenden Tweets begleitet wurden, schafften es in kein einziges Leitmedium. Piepst aber eine der üblichen Feministinnen, bringen mit ziemlicher Sicherheit alle Leitmedien das Thema einseitig und unkritisch.

Grossunternehmen: Die meisten Grossunternehmen kennen interne Zielwerte bis Quoten von Geschlechtervertretungen in Managementpositionen, die sie auch mit einseitiger Frauenbevorzugung, auch genannt Frauenförderung, realisieren wollen. Den Preis bezahlen alle anderen fähigen Menschen, die einfach das falsche Geschlecht haben.

 

Selbst wenn das Patriarchat in der beschriebenen Form in der Schweiz mal existiert hatte, früher, dann muss man sich folgende Fragen stellen.
Warum wird das Patriarcht heute nur noch als Unterdrückung und Abwertung der Frau dargestellt? Das widerspricht der Geschichte und der gesunden Logik, denn:
– Warum wurden dann Frauen und Kinder zuerst gerettet auf der Titanic und in vielen anderen Fällen (Seerecht)? Warum nicht die „wertvolleren“ Männer?
– Warum werden die Männer an die Kriegsfronst geschickt, um zu sterben, nicht aber die Frauen?
– Warum wurde in der Schweiz unter einer reinen Männerregierung das Rentenalter der Frauen auf 62 herabgesetzt, für Männer bei aber bei 65 festgelegt bei geringerer Lebenserwartung? Warum haben diese Patriarchen an der Macht sich nicht selber privilegiert, sondern die Frauen bevorzugt?

Liebe Freunde. Wenn Ihr also in Zukunft wieder dem unsichtbaren, aber anscheinend mächtigen Patriarchat begegnet, so sagt ihm doch, es solle sich bei mir melden. Ich bin schon lange auf der Suche nach ihm und komme aber immer wieder zum Schluss, dass wir nicht in einem Patriarchat leben, sondern in einer Femokratie. Dort, wo feministische Positionen Mainstream sind, mit aller Macht von oben nach unten durchgesetzt werden und jegliche Kritik unterbunden oder sanktioniert wird (shaming and blaming Prinzip). Und liebe Feministen: Nein, Feminismus ist nicht an ein Geschlecht gebunden. Wenn es in einem Parlament also mehr männliche Politiker gibt als weibliche, ist das nicht der Beweis für die Existenz des Patriarchats. Die Frage stellt sich bei den Entschlüssen, bei den Taten. Und da wird schnell klar, dass feministische Positionen immer wieder durchgewinkt werden. Unkritisch und eben einseitig. Zum Schaden von Frauen und Männer. Das ist der wirkliche Skandal.

Es grüsst das linkshändige, einäugige Patriarchat.

Karl Müller

EDIT 09.11.16: Entgegen allen Vorhersagen und Erwartungen wurde nicht Hillary Clinton, sondern Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten. Ist der Umschwung doch schon greifbar? Stehen die Nicht-Feministen endlich auf und wehren sich gegen die totalitären Bewegungen Genderismus und Feminismus? Es wäre zu hoffen.