Panik in Pink?

Da lese ich doch heute den Mamablog des Tagi und stelle fest, dass einmal mehr ein Beitrag doch etwas gar einseitig präsentiert wird:

http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/32032/madchen-bleib-in-deinem-pinken-gartchen/

Da empört sich die Schreiberin über die Auswahl an Spielzeug für Kinder, das doch so geschlechterunneutral pink und blau unterteilt sei. Zudem auch  die Auswahl der Spielzeuge doch streng Geschlechterstereotypen folgen würden, obwohl wir in der genderneutralen Entwicklung doch in den Neunzigern schon viel „weiter entwickelt“ waren. Wow, Mädchen, die Flugkapität spielen und Jungs, die in der  Spielküche standen! Was war das denn doch für eine heile Welt. Und nun? Wieder alles anders. Die Spielzeugecken farblich abgetrennt, und auch die Spielküche steht wieder in der Mädchenecke. #Backlash! schreit da die FeministInnen-Seele! The enemy strikes back! Wo einige bereits wiederum das unselige Patriarchat am Werke sehen, sehen die anderen wohl schlicht und einfach die Ausrichtung der Hersteller nach Bedürfnissen des Marktes. Es ist nämlich von neutraler Stelle empirisch belegt, dass die Kleinstkinder im Alter von wenigen Wochen/Monaten bereits klar ihre Spielzeuge selektionieren, ohne irgendwie genderunneutral kontaminiert worden zu sein. Beispiel gefälligst?

http://derstandard.at/1269449778130/Studie-Kinder-zeigen-frueh-stereotypes-Spielverhalten

Erstaunt waren die beiden Wissenschafterinnen, dass die Unterschiede bereits so früh auftraten. Sie verwiesen auf ähnliche Ergebnisse bei Affen, möglicherweise gebe es neben Erklärungen über frühe Sozialisierung einen biologischen Unterschied für die Auswahl von Spielzeug.

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Bildquelle: http://www.freepixels.com/

Welch bahnbrechende Erkenntnis! Nur ist sie leider noch nicht bei allen FeministInnen angekommen, die immer noch glauben, gewisse Verhaltensmuster seien einzig und alleine anerzogen. Selbst britische Universitäten haben diese Forschung betrieben und sind zum selben Resultat gekommen: Ohne Beeinflussung oder vorherige Konditionierung des Kleinkindes, wählt die Mehrheit klar rollentypische Spielsachen. Dies wurde auch ausdrücklich in der hervorragenden Demonstration des feministischen Totalitärsystems in Norwegen durch Harald Eia aufgedeckt. Zu finden mit google unter The Gender Equality Paradox.

Was bleibt also übrig? Wie immer eine diffuse Anschuldigung an eine nicht klar zu definierende Masse, Gruppe, Person und die Rolle des Opfers. Nämlich bestimmt zu werden von wem und was auch immer und darum sei Widerstand nötig. Im einleitenden Artikel endet dies mit folgendem Satz, der die ganze Klaviatur des Populismus bedient:

Doch genau so geben wir die überholten Geschlechter-Stereotypen an die nächste Generation weiter, anstatt sie endgültig auszurotten. Und das wollen wir unseren Kindern doch nicht wirklich antun, oder?

Das befeuert so schön die Emotionen und schaltet den Verstand auf Sparflamme.

Es grüsst

Karl Müller