Die Revolution

Ich wage einen Blick in die Zukunft. In die nahe Zukunft, nämlich nach dem 22. September, wo in der Schweiz über die Aufhebung der Wehrpflicht abgestimmt wird.

Diese Abstimmung, da muss man kein Prophet sein, wird für die Sache der Männer ein Rückschlag sein. Die Beibehaltung der Wehrpflicht zwingt weiterhin junge Schweizer Männer in Kasernen, entzieht ihnen die Freiheit, stellt sie unter Militärgerichtsbarkeit und bestraft sie bei einer gesundheitlichen Verhinderung noch durch Wehrpflichtersatz (je nach Einkommen zwischen 10’000 – 20’000 CHF).

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Während der gleichen Zeit machen die jungen Frauen Auslandaufenthalte mit Sprachdiplomen, sammeln Berufserfahrung, kurz: Sie machen Karriere. Obwohl das Volk am 22. September die Initiative zur Aufhebung der Wehrpflicht versenken wird, ist dieses Problem also nicht gelöst. Im Gegenteil es gewinnt noch mehr an Aktualität. Denn nach dieser Abstimmung muss konsequenterweise die Forderung auf den Tisch, eine allgemeine, und dieses Mal wirklich allgemein, Dienstpflicht einzuführen, wo auch Frauen mittun dürfen sollen. Ich bin überzeugt, dass immer mehr junge Männer diese Ungerechtigkeit nicht mehr akzeptieren und alle Wege suchen, der zu entkommen. Schlussendlich gibt es aber kein Entkommen, denn Wehrpflichtersatz zahlen alle, die keinen Dienst leisten. Der Kampf der Männer wird also nach dem 22. September noch an Kraft zulegen, da die StimmbürgerInnen dem Anliegen der Männer durch die Ablehnung der Initiative keine Beachtung noch Erleichterung geliehen haben.  Was einerseits schmerzt, setzt andererseitis enorme Kräfte frei, Kräfte aus der Triebfeder Ungerechtigkeit. Schade, muss dieser Kampf in eine neue Runde gehen und kann nicht wie beim Sorgerecht wenigstens ein Schritt Richtung Ausgleich gemacht werden.

 

Es grüsst

Karl Müller