Unrecht bleibt Unrecht

Wie ich im letzten Beitrag bereits geahnt hatte, wurde die Initiative zur Aufhebung der Wehrpflicht nun deutlich verworfen. Zu viele Interessenkonflikte hat diese Abstimmung provoziert.

Civil War Naval Fort

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Was als Ergebnis nun vorliegt, ist dennoch erschreckend. Ca. 73% des Schweizer Stimmvolkes sagen JA zur alleinigen Diskriminierung der Männer aufgrund ihres Geschlechts. Nun, fairerweise muss ich sagen, dass viele die Initative abgelehnt haben, nicht weil sie die Männer diskriminieren wollen, sondern einfach im (Irr-)Glauben sind, dass nur die Wehrpflicht als Modell die Schweiz vor feindlichen Angriffen schütze. Viele davon würden auch eine Ausweitung und Umwandlung in eine allgemeine Dienstpflicht für Mann und Frau unterstützen, vielleicht sogar eine grosse Zahl. Aber der Teufel steckt im Detail. Denn die Armeeabschaffer würden wohl solch einem Ansinnen wiederum ihrerseits die Stimme verweigern. Die ganze Femi-Lobby ohnehin, da sie meinen, sie täten ja freiwillig schon genug. Darum haben wir das anfangs zitierte, erschreckende Resultat. Nämlich, dass der Status Quo auf Jahre wenn nicht Jahrzehnte zementiert wurde. Männer dürfen von der in sich widersprüchlichen Bundesverfassung (Art. 8 & 59) als auch vom demokratischen Entscheid des Volkes her offiziell weiterhin diskrimiminiert und bei gesundheitlichen Beschwerden durch den Wehrpflichtersatz (je nach Einkommen 10’000 – 20’000 CHF) diskriminiert werden. Als Menschenrechtsaktivisten gibt mir das und meinen Mitstreitern zwar viel Munition, aber das Leiden und die Bevorzugung von Frauen in der Schweiz gerade zu Beginn des Berufslebens geht weiter. Und das betrübt mich zutiefst. Wir stehen erst ganz am Anfang unseres Kampfes für gleiche Rechte der Männer, das wurde mit diesem äusserst klarem Votum deutlich. Wir Männer sind noch keine Spezies, die schützenswert ist. Weder durch Gerichte noch durch die Bundesverfassung. Dieses Exklusivrecht gilt in der Schweiz nur der Frau oder einem anderen „Gender“. Aber sicher nicht den Männern

 

Es grüsst

Karl Müller