Der gleiche Lohn für ungleiche Leistung

Und täglich grüsst das Murmeltier. Also Zeit, sich mit dieser nervtötenden Vuvuzela zu beschäftigen.

„Frauen verdienen nicht den gleichen Lohn für gleiche Arbeit.“

Ganz ehrlich, ich kann den Beweis nicht erbringen, dass diese Aussage stimmt, oder eben nicht stimmt. Ich kann aus Erfahrungen sprechen oder die Methodik der statistischen Erhebung dieser Zahlen prüfen. Ich entscheide mich hier für Letzteres, denn das geht sehr einfach und zeigt, was das Ziel und die Motivation dieser jahrelangen, nicht endenden Kampagne ist.

1. Verständnisfrage: Was ist mit gleicher Arbeit gemeint? Gleiche Leistung? Wenn ja, wie erkenne ich die Leistung in der vorliegenden Statistik? Richtig, nicht möglich. Also zieht man den Vergleich anhand „gleicher Arbeit“, unabhängig der Leistung. Fehler Nummer 1.

2. Lohnunterschiede gibt es in einer freien Marktwirtschaft sowohl beim Einstieg (Verhandlung, Erfahrung, Ausbildung) als auch in der Entwicklung (Leistung, Überstunden, Einsatzbereitschaft, Abwesenheiten). Zwischen allen Mitarbeitern. Zuerst völlig unabhängig des Geschlechts sondern von den oben genannten Faktoren. Um dies also beheben zu können gibt es nur eine Lösung: Einheitslöhne ohne jegliche Leistungskomponente. Erst dann kann eine Unterscheidung (was nicht gleich Diskriminierung bedeutet!) sinnvoll und aussagekräftig gemacht werden. Dies ist aber nur in kommunistischen, sozialistischen Staatengebilden der Fall, zumindest diejenigen, die noch existieren und nicht untergegangen sind. Fehler Nummer 2

3. Warum wird diese Statistik nur auf eventuelle Unterschiede zwischen Mann und Frau ausgelegt? Wieso nicht zwischen Inländer und Ausländer? Oder Alte und Junge, oder Dicke und Dünne, Blonde und Brunette? Weshalb ist keinerlei Fokus auf Männer, die weniger verdienen als andere Männer oder sogar Frauen? Stichwort Opferabo. Fehler Nummer 3

4. Wenn ein Unterschied in einer fragwürdig aufgebauten Statistik mit einer dazu fragwürdigen Ausgangslage (keine Einheitslöhne) nicht mehr weiter erklärt werden kann, so schliessen die Statistiker und darum auch einige Politiker automatisch auf Diskriminierung. Die in Punkt 2 genannten Faktoren sind in der Statistik nur teilweise und generisch berücksichtigt. Sowohl Lohnverhandlung, als auch Leistungsbereitschaft, Abwesenheiten usw. sind in der Statistik naturgemäss nicht berücksichtigt, dennoch wird automatisch auf Diskriminierung als Ursache geschlossen. Fehler Nummer 4

5. Warum stellen Arbeitgeber denn Männer ein, wenn Frauen doch die gleiche Arbeite (Leistung?) erbringen und erst noch weniger kosten? Da wäre ja jeder Unternehmer dumm, würde er so handeln. Fehler Nummer 5

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Die mediale Vermarktung der Resultate ist faszinierend. Wie intensiv und inflationär diese Thematik in den meisten Medien verbreitet wird. Kaum kritische Fragen, kaum Erklärungen, kaum Widerspruch. Da hat der Feminismus ganze Arbeit geleistet. Wie kann man also dieser durch den Mainstream gepushten Kampagne begegnen? Ich rate nicht auf die Ergbenisse der Studie einzugehen. Denn damit begibt man sich auf Glatteis, da die Kriterien dieser Studie wie oben dargelegt unscharf sind, teils geradezu willkürlich. Und genau da muss angesetzt werden: Welche Kriterien werden in dieser Studie analysiert und danach verglichen? Welche fehlen und welche sind fragwürdig? Die fünf Punkte oben geben da in der Argumentation eine kleine Unterstützung. Denn damit fällt das ganze Argumentarium der Kampagnenreiter und Opferabonnentinnen zusammen. Sofern sie wenigstens ein Minimum an ökonomischem Verständnis mitbringen. Ansonsten gilt: Keine Diskussion starten. Mit IdeologInnen kann man schlecht sachlich diskutieren. Das sieht man hier: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Sommaruga-will-FrauMannLohngleichheit-erzwingen/story/12161888

 

Es grüsst

Karl Müller