Gleichberechtigung? Nur in eine Richtung!

Gleichberechtigung. Was für ein tolles Wort, manchmal auch ein Reizwort. Wann wird es zu einem Reizwort? Für mich dann, wenn die Gleichberechtigung dafür herhalten muss, geschlechtsabhängig nur in eine Richtung zu argumentieren. In Richtung Frauenförderung, und zur Verhinderung von berechtigten Männeranliegen. Davon gibt es genug und ich möchte die wichtigsten hier auflisten, um das für die Schweiz einfach mal zu verdeutlichen:

Wehrpflicht: Alleine der Männer, währenddem die gleichaltrigen Frauen ihre Auslandaufenthalte und Sprachdiplome machen, sowie ihren Berufseintritt erfolgreich vorantreiben. Untaugliche werden doppelt bestraft (WPE, Schätzung: 10-20’000 CHF im Schnitt).

AHV: Unterschied nach wie vor vorhanden (Frauen 64, Männer 65) und im totalen Widerspruch zum Gleichstellungsartikel. Das bei bedeutend längerer Lebenserwartung der Frauen. Hinzu kommt, dass durch die frühere Pensionierung diverse Vergünstigungen für Rentner (z.B. Thema öffentlicher Verkehr) diesen Unterschied als direkte Folge der Diskriminierung noch vergrössern

Rentenumverteilung: Die AHV, das wichtigste Sozialwerk der Schweiz, schüttete im Jahr 2006 Beiträge im Umfang von knapp 31 Milliarden Franken aus: ordentliche Renten, Zusatzrenten, Kinderrenten, Witwen- und Witwerrenten, Waisenrenten. Die Statistik zeigt, dass mit jeder Überweisung, Monat für Monat, den Männern 1,031 Milliarden Franken zuflössen, den Frauen hingegen 1,619 Milliarden.

Witwerrente: Ungleiche Sätze oder Anspruch überhaupt bei Witwer- Witwenrente zum Nachteil der Witwer

Ergänzungsleistungen: Zwei Drittel der Ergänzungsleistungen (EL) von 3,1 Milliarden Franken kommen Frauen zugute; dies schafft eine Ungleichheit von stattlichen 820 Millionen Franken, jährlich

Vaterschaftstest: Ohne Einwilligung der Mutter keine Erlaubnis zur Feststellung der Vaterschaft. Oder Klage gegen das Kind (!) innert Frist von aktuell 5 Jahren, danach nicht mehr möglich. Als ob eine untreue Mutter diesen Test je erlauben würde!

Sexueller Missbrauch: Bei unwahrem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs eines Kindes der Mutter an die Adresse des Vaters wird das Verfahren lediglich eingestellt und der Vater nicht freigesprochen. Die Lügnerin hat kaum etwas zu befürchten. Dies ist ein feiner aber bedeutender Unterschied!

Falschanschuldigung der sexuellen Belästigung oder Vergewaltigung hat für den betroffenen Mann polizeiliche Intervention zu Hause oder am Arbeitsplatz sowie danach Untersuchungshaft zur Folge selbst dann, wenn KEINE Beweise, sondern lediglich eine Behauptung der Frau vorliegen. Es reicht, um massiv in die Persönlichkeitsrechte des Mannes einzugreifen. Doch damit nicht genug: Wird die Falschanschuldigung abgewiesen und das Verfahren (mangels Beweisen….) eingestellt, so hat die Falschanschuldigerin selten bis nie etwas zu befürchten. Viele Fälle in der nahen Vergangenheit belegen dies auf traurige Art und Weise.

Alle Menschen sind vor Gericht gleich. Oder auch nicht, wie eine Studie des BfS 2011 festgestellt hat. So werden Männer härter und öfters bestraft als Frauen bei gleichen Vergehen. Das erklärt auch, warum in den Gefängnissen deutlich mehr Männer sitzen als Frauen. Werden bei Männern unbedingte Haftstrafen ausgesprochen, so kommen Frauen bei gleichem Vergehen öfters mit bedingten Strafen davon. Massnahmen des Eidgenössischen Büros für Gleichstellung dagegen? Fehlanzeige! BfS Studie

Bei Sorgerechtsstreitigkeiten wird der Vater unverhältnissmässig oft missachtet und als Zahlvater degradiert. Besuchsrechte mögen zwar existieren, durchzusetzen sind sie kaum, wie die Praxis zeigt.

Vergewaltigung: In der Schweiz gibt es im Strafgesetztbuch den Artikel 190. Dieser ist aber für Frauen „reserviert“. Wird ein Mann vergewaltigt (auch zum Beispiel von einem anderen Mann), greift Artikel 189 – sexuelle Nötigung. Die Mindeststrafmasse sind auch unterschiedlich definiert. Bei Vergewaltigung einer Frau ist das Strafmass zwischen 1-10 Jahren anzusetzen oder mind. 3 Jahre unter Waffeneinsatz. Bei sexueller Nötigung hingegen gibt es kein Mindestmass ohne Waffeneinsatz, es liegt also im freien Ermessen der Richter, was einer Ungleichbehandlung vor dem Gesetz entspricht.

Krankenkasse: Seit die Krankenkassenprämien für Männer und Frauen identisch sind, funktioniert auch diese Versicherung als gewaltige Umwälzpumpe. Pro Jahr verursacht eine Frau im Schnitt Krankheitskosten von 3721 Franken; die billigeren Männer dagegen beanspruchen 921 Franken weniger. Die gesamte Frauschaft des Landes bezog im Jahr 2006 Arzt- und Spitalleistungen von 11,44 Milliarden Franken; die Männerwelt belastete das Gesundheitswesen nur mit 7,88 Milliarden. Die behördlich ausgewiesene Differenz: 3,56 Milliarden Franken, jährlich.

In der Krebsvorsorge werden Frauen bei der Finanzierung privilegiert. Brustkrebs vs. Prostatakrebs

Abtreibung: Der Mann hat keine Rechte in Sachen eigenes ungeborenes Kind. Pflichten, wie über die Krankenversicherung (KVG) oder Alimente zu zahlen hingegen schon.

Suizid: Auf 100’000 Einwohner bringen sich 24,5 Männer und lediglich 10,5 Frauen um. Trotzdem finden keine Programme zugunsten Männer Eingang in die Politik.

Arbeitslosigkeit (Sept. 2013): Anteil Männer 53,7%, Anteil Frauen 46.3%

Arbeitsunfälle (DE, 2011): 90,7% aller tödlichen Arbeitsunfälle betrifft Männer. 9,3% Frauen.

Gewaltopfer: 65% der Opfer von Gewalt im öffentlichen Raum sind Männer, 35% Frauen. Dennoch gibt es kaum Hilfeleistungen für Männer, teilweise werden sie sogar ausdrücklich ausgeschlossen (das einzige Männerhaus muss nach wie vor privat finanziert werden, währendem dutzende Frauenhäuser mit Steuergeldern subventioniert werden)

2. Säule PK: Trotz deutlich höherer Lebenserwartung profitieren die Frauen davon, dass für sie die gleichen Umwandlungssätze gelten wie für Männer.

Gemäss OR335b verlängert sich die Probezeit bei Militärdienst entsprechend. Oft wird die Schwangerschaft mit Militärdienst verglichen, was ich persönlich absurd finde. Dennoch der Vergleich: Bei Schwangerschaft greift OR335b NICHT.

Art 3 des Gleichstellungsgesetzes besagt, dass eine Bewerberin bei einem Interview nicht nach bestehender oder erwünschter Schwangerschaft gefragt werden darf. Sie bekommt sogar das Recht zu lügen gesetzlich zugesprochen. Dies ganz im Gegensatz zu einem jungen Mann, der sehr wohl zu seinem Status im Militär gefragt werden darf, was oftmals zu einer Nichteinstellung führt. Die Diskriminierung der Männer bleibt bestehen.

22626927

Daraus ergibt sich nur ein Fazit:

Der moderne Staat diskriminiert die Männer! Nicht umsonst ist Justitia feministisch (pro femina) und ihr ungetrübter Blick ist leider durch ein Tuch verdeckt. Männer und Frauen, es gibt viel zu tun. Packen wir’s an indem wir auf die Diskriminierungen hinweisen. Immer und immer wieder.

Es grüsst

Karl Müller