Die Doppelmoral der Feministinnen

Spätestens seit der #heforshe Kampagne der UN Women mit ihrer Botschafterin Emma Watson, muss nun auch jeder Nicht-Feminist daran glauben, dass Feminismus sich für Frauen UND Männer einsetzt. Zumindest schreibt das die Agenda der UN Women vor. Wie ich bereits in einem früheren Beitrag erörtert hatte, sollen Männer da schön brav die Anliegen der Feministinnen unterstützen, selber gibt es aber keine Kampagne oder Unterstützung für die Männer. Wichtig aber, dass auch Männer doch vom Feminismus profitieren würden. Wie immer bei gut klingenden Theorien, müssen sich diese an der Realität messen lassen. Und da, oh Wunder, versagen sie komplett. Um das Fazit vorwegzunehmen: Feminismus setzt sich einzig für die Anliegen der weiblichen Hälfte der Gesellschaft ein. Ausnahmen gibt es, wenn durch eine Massnahme bei Männern auch die Ziele der Feministinnen erreicht werden – Stichworte: KITA, Teilzeitarbeit. Ansonsten gnadenlose Opposition gegen jegliche Bemühungen um rechtliche Gleichberechtigung von Männern. In der Schweiz gibt es da gleich einige Beispiele, wo Feminismusorganisationen wie Alliance F und andere Opposition gemacht haben und weiter machen:

– Geteiltes Sorgerecht (Gleichberechtigung der Männer)

– Gleiches Rentenalter Mann/Frau

– Wehrpflicht

– Witwerrenten

Die Argumentation dagegen ist immer dieselbe: „Solange Frauen nicht gleich viel verdienen….“. Die Einheit der Materie und die Basis der Vergleichbarkeit sind nicht gegeben (von der Datengrundlage wollen wir gar nicht sprechen), trotzdem hämmert dieses Verteidigungsargument der Feministinnen wehement durch alle Medien, die das einfach unreflektiert widergeben – Qualitätsjournalismus eben. Dabei wäre es wirklich so einfach: Die Verfassung und die Bundesgesetze definieren wie an dieser Stelle schon oft erwähnt, dass niemand aufgrund des Geschlechts diskriminiert werden darf. Doch ausgerechnet die Regierung tut dies, alleine gegen die Männer in Sachen Wehrpflicht, AHV, Witwerrente usw. Die Lohndiskriminierung ist gesetzlich verboten und kann eingeklagt werden, sofern sie vorliegt. Bevor wir nun also gesellschaftliche Themen und vielleicht bestehende Probleme angehen, sollten wir Ordnung im eigenen Haus schaffen, sprich die Gesetzgebung von der direkten Diskriminierung von Männern befreien. Dies würde auch der Glaubwürdigkeit der Regierung und eben auch der Sache an sich dienen. Doch dagegen wehren sich diejenigen, die den Feminismus also als gut für die Sache der Männer deklarieren. Wider besseren Wissens.

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Ich verweise immer wieder auf die Definition des Wörterbuches aber sie beurteilen Feminismus an den Taten der Feminismus-Befürworter…

Was lernen wir einmal mehr daraus? Der Feminismus, aus lat.Wortstamm femina, ist per definitionem Partei. Partei für die Frau. Und damit zumindest im Zweifelsfall gegen den Mann. In der Praxis jedoch immer gegen den Mann. Darum heisst die Kampagne von UN Women ja auch #heforshe, also „er für sie“ und nicht „wir für alle“. Denn nur Frauen können Opfer sein. Sonst fliessen die Millionen nicht mehr alleine den Frauenförderungen zu, sondern müssten, oh graus, mit Männeranliegen geteilt werden.
Es grüsst

Karl Müller